Es war im Jahre 1964 als sich 6 skatfreudige Bürger zusammensetzten und beschlossen, den Skatclub Null-Hand Heilbronn zu gründen. Die 6 Gründungsmitglieder waren:

Walter FROST-Günter KRÄNKEL-Walter MURRWEIS sen.

Walter MURRWEIS jun. - Herbert ULBRICH - Otto TABLER

Das Motto der 6 Skatbrüder war, die Förderung des Skatspiels durch regelmäßige Zusammenkünfte, Besuche und Teilnahme an Turnieren der Skat-Verbände und gesellschaftliche Veranstaltungen mit den Spielerfamilien und Gönnern des Vereins. Leider sind inzwischen alle Gründungsmitglieder ausgeschieden oder verstorben.

Noch im Jahre 1964 wurde der Antrag zur Aufnahme des Vereins in den DSKV gestellt und stattgegeben. Null-Hand hat sich, damals befand sich der Deutsche Skatverband im Süddeutschen Raum im Aufbau, zum Ziel gesetzt, das Skatspiel nach den Regeln des DSKV zu fördern und zu pflegen.

Nach der Gründung stieg die Mitgliederzahl stetig an. In der Spitze gehörten dem Verein über 40 Mitglieder an, im Moment zählt der Club 21 Herren, und 4 Damen. Als erster Präsident von Null-Hand fungierte Skfr. Werner Grunze. Er hatte dieses Amt bis 1971 inne undsetzte sich aufopferungsvoll für die Belange des Vereins ein. Ihm folgten als Präsidenten die Skatfreunde:

 

Karlheinz Harlinghaus von          1971 bis 1989

Gerhard Maier von                    1990 bis 2001

Karl Dörfler von                            2002 bis ????

Die ersten Spielabende nach der Gründung von Null-Hand fanden von 1964 bis 1965 in der Gaststätte „Post Michel“ in Heilbronn statt. 1966 und 1967 wurde in der Gaststätte „Wurm“ in Heilbronn gespielt. Danach fanden wir unser Zuhause im„Goldenen Lamm“ in Heilbronn. Diese Ära endete nach fast 30 Jahren (April 1996), da das Goldene Lamm leider verkauft wurde. Für die nächsten drei Jahre verschlug es uns nach Heilbronn-Sontheim in den „Anker“. Danach wechselten wir in die Gaststätte „Höhenblick“ in Heilbronn-Neckargartach (April 1999). Dieses Lokal wurde fast 4 Jahre unser Zuhause, ehe wir uns im Dezember 2002 erneut auf die Suche begeben mussten. Unser Spiellokal seit Januar 2003 ist die Gaststätte „Schwabenhaus“ in Heilbronn in der Badstrasse, wo wir uns recht wohl fühlen und hoffentlich wieder langfristig eine Heimat gefunden haben.

                                                Herausragende Erfolge:

 

Der Skatclub Null-Hand Heilbronn konnte schon in jungen Jahren sehr große skatsportliche Erfolge erzielen. Bereits 1967 gelang es den Skatfreunden:

Berthold GLISZINSKI, Siegfried LOHFINK, Walter FROST und Lutz WEISS, die „DEUTSCHE MANNSCHAFTSMEISTERSCHAFT“ in Stuttgart zu erringen. Dass der erste überregionale Erfolg, nach erst drei Jahren Bestehen, gleich eine Deutsche Meisterschaft war, darf schon als Sensation bezeichnet werden.

Dass diese Deutsche Mannschaftsmeisterschaft keine Eintagsfliege war bewiesen die Skatfreunde: Georg COSTAN, Bruno GOBEO, Karlheinz HARLINGHAUS und Siegfried LOHFINK. Dieses Team belegte 1971 bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Duisburg den 3. Platz. Ein Jahr später brachte das gleiche Team in Erlangen das Kunststück fertig, den Titel „DEUTSCHER SKATVERBANDSMEISTER“ für Null-Hand zu erringen. Diese Placierungen waren sportlich sicherlich die Höhepunkte in der Geschichte von Null-Hand Heilbronn.

Es gab auch einige herausragende Einzelplacierungen seit Bestehen des Clubs. Im Jahre 1969 konnte Skfr. Marianne MOGLER in einer gemischten Damenmannschaft der Verbandsgruppe die „DEUTSCHE DAMEN MANNSCHAFTSMEISTERSCHAFT“ gewinnen. Im selben Jahr erreichte sie bei den „WÜRTTEMBERGISCHEN EINZELMEISTERSCHAFTEN“ und bei den STUTTGARTER STADTMEISTER-SCHAFTEN“ jeweils den 1. Platz. Im Jahr 1975 wurde sie „BADEN WÜRTTEMBERGISCHE“ Einzelmeisterin.

Skfr. Karlheinz HARLINGHAUS gewann 1974 den „WÜRTTEMBERGISCHEN-HERREN-POKAL“ und 1995 wurde er in Schramberg „BADEN-WÜRTTEMBERGISCHER EINZELMEISTER“. Skfr. Max TRUMPP konnte sich 1984 den Titel des „WÜRTTEMBERGISCHEN EINZELMEISTERS“ erspielen. Dieses Kunststück gelang auch Skfr. Heidi PFEIFFER bei den Damen. Sie wurde 1997 „WÜRTTEMBERGISCHE EINZELMEISTERIN“ in Schwäbisch Hall.

Als weiteren großen Erfolg kann man den Gewinn des „Württembergischen Klubpokals“ sowie den Gewinn des „Württembergischen Mannschaftspokals“ in einem Jahr bezeichnen. Dieses Double gelang Null-Hand im Jahre 1971.

                                             Club- und Pokalmeisterschaft:

In 40 Jahren Null-Hand Heilbronn gelang es Skfr. Karlheinz Harlinghaus insgesamt vierzehn Mal, den Titel des „CLUBMEISTERS“, zu erspielen. Damit ist er einsamer Rekordhalter mit großem Vorsprung. Bereits vier Mal konnte sich Skfr. Thomas BACHMAYER den Titel sichern. Auf Platz drei in dieser Tabelle folgen die Skfr. Siegfried LOHFINK und Skfr. Peter KRIMMER, sie konnten jeweils drei Clubmeisterschaften erringen.

Die „POKALMEISTERSCHAFT“ wurde erst 1983 ins Leben gerufen. Auch hier führt Skfr. Karlheinz HARLINGHAUS die Siegerliste mit 9 Siegen an. Skfr. Hans Burbitz konnte 4 mal Pokalsieger werden. 2 mal sicherte sich Skfr. Ulrich Bacher den Titel.

Im Jahr 1995 war es endlich soweit. Zum erstenmal in der Vereinsgeschichte konnten wir innerhalb eines Jahres über 1000 Teilnehmer an den wöchentlichen Spielabenden begrüßen. 836 Mitglieder und 171 Gäste besuchten den freitäglichen Clubabend. Schon die Jahre zuvor war man immer nahe an die Tausender Grenze gekommen, doch ganz gereicht hatte es nie.

1996 konnte man mit 999 Teilnehmer an den Spielabenden das Ergebnis nochmals bestätigen. Erfreulich in diesem Jahr war besonders die Teilnahme der Mitglieder an den Spielabenden. Mit 895 Mitgliederbesuchen erreichte man das beste Resultat in der Vereinsgeschichte. Danach ging es aber mit denBesuchernstetig zurück. 2002 hatten wir mit 817 Teilnehmer das schlechteste Ergebnis seit 1987. Im abgelaufenen Spieljahr konnten wir uns allerdings wieder auf 882 Besucher steigern. Bleibt zu hoffen, dass dieser positive Trend weiter anhält.

                                                      Große Veranstaltungen: 

Im Jahr 1973 wurde auf Betreiben von NULL-HAND Heilbronn, insbesondere von seinem damaligen Präsidenten Karlheinz Harlinghaus, die Heilbronner Skatmeisterschaft ins Leben gerufen. Gespielt wurde von Anfang an jeweils am Himmelfahrtstag in der Neckarhalle in HN-Neckargartach. Bald stellte sich heraus, dass es sich hierbei um das bestbesuchteste Turnier der Verbandsgruppe 70/71 handelte. Deshalb wurden die Heilbronner Skatmeisterschaften in „UNTERLÄNDER SKATMEISTERSCHAFT“ umbenannt und im Wechsel mit Kreuz Bube Neckarsulm, Skatclub 61 Heilbronn und Null-Hand Heilbronn ausgerichtet.

Auch im DSkV wurde man auf die rege Tätigkeit des Vereins aufmerksam und so konnte man im Namen des DSkV zwei absolute Highlights nach Heilbronn in die Harmonie holen:

Die 6. Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 1976

und anlässlich des 25 jährigen Vereinsjubiläum:

Den 8. Deutschen Damenpokal 1989

Darüber hinaus wurden von Null-Hand Heilbronn noch „Baden Württembergische Meisterschaften“, sowie der „Württemberg Pokal“ organisiert und erfolgreich durchgeführt.

Ligaspielbetrieb

Im Ligaspielbetrieb war unser Club leider nicht so erfolgreich. 1984, das heißt von Anfang an war Null-Hand mit dabei. Man spielte mit zwei Mannschaften in der Landesliga Gruppe Nord (damals die zweithöchste Liga). Doch schon im ersten Jahr musste ein Team in die Verbandsliga absteigen. Dieses Schicksal widerfuhr ein Jahr später auch der zweiten Mannschaft.

Mit zwei Mannschaften startete man 1986 und 1987 in der Verbandsliga. Zwar spielte man mit einem Team immer um den Aufstieg mit, doch letztendlich wurde er immer knapp verpasst. Ab 1988 spielte dann nur noch eine Mannschaft, mit mehr oder weniger Erfolg, in der Verbandsliga, später dann in der Bezirksliga.

Erst 1998 schien es im Ligaspielbetrieb wieder aufwärts zu gehen. Die Mannschaft Johannes Allgaier, Karl Dörfler, Dieter Kränkel und Ulrich Mögle stiegen von der Bezirksliga in die Verbandsliga auf. Ein Jahr später, gelang dem gleichen Team in der Verbandsliga erneut die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Landesliga. Eine zweite Mannschaft spielte zu diesem Zeitpunkt in der Bezirksliga.

Doch so schnell wie man nach oben kam, ging es auch wieder abwärts. Schon nach einem Jahr Landesliga musste man wieder absteigen in die Verbandsliga, wo es 2001 gleich weiter runter in die Bezirksliga ging. Dort spielte man dann 2002 und 2003. Leider konnte für das Jahr 2004 keine Ligamannschaft gestellt werden.

19841. und 2. Mannschaft Landesliga19851 Mannschaft in Landesliga

1 Mannschaft in Verbandsliga

19862 Mannschaften in Verbandsliga19872 Mannschaften in Verbandsliga

1988 bis 1991Keine Mannschaft gemeldet19921 Mannschaft Verbandsliga

1993 bis 1995Keine Mannschaft gemeldet1996 und 19971 Mannschaft inVerbandsliga

19981 Mannschaft Verbandsliga

1 Mannschaft Bezirksliga19992 Mannschaften in Verbandsliga

20001 Mannschaft Verbandsliga

1 Mannschaft Landesliga20012 Mannschaften in Verbandsliga

2002 und 20031 Mannschaft in Verbandsliga

                                                             Mitglieder:

Heute, nach mittlerweile 40 Jahren zählt unser Verein 25 Mitglieder (21 Herren und 4 Damen). Der Senior ist unser Skatfreund Helmut Altvater, der im Herbst vergangenen Jahres seinen 83. Geburtstag feiern konnte. Das „Küken“ im Verein ist Skatfreund Heiko Betz, der im November letzten Jahres seinen 33. Geburtstag feierte. Skatfreundin Marianne Mogler ist mit ihren 36 Mitgliedsjahren das am längsten aktive Mitglied im Verein.

                                                         Das Präsidium:

Was wäre ein Verein ohne das Präsidium? Wir alle, die zum Teil auch beruflich stark eingespannt sind und wenig Freizeit haben, sind doch ehrlich froh darüber, dass es einige wenige Skatfreunde gab und gibt, die das Heft in die Hand nehmen um unseren Verein so zu führen, wie es unsere „Gründungsväter“ vorgesehen und sich gewünscht haben. Das aktuelle Präsidium setzt sich wie folgt zusammen:

                        Karl Dörfler (Präsident)    Thomas Bachmayer (Vizepräsident)   

                        Dieter Schönleber (Schatzmeister)    Davor Vutuc (Spielleiter)

Ohne das leidenschaftliche Engagement dieser Skatfreunde, natürlich muss und soll hier auch die Unterstützung des Partners erwähnt werden, wäre unser Vereinsleben nur Makulatur, ja gar nicht vorstell- und durchführbar.

Man muss schon mit viel Herzblut und viel Liebe für den Club dabei sein, um einen reibungslosen Ablauf des Vereinslebens, wie z.B. laufender Spielbetrieb, Veranstaltungen, Ausflüge usw. zu gewährleisten.

Weitere Skatfreunde, die in der Vergangenheit ein Amt inne hatten und sich für den Club einsetzten waren, allen voran:

Skfr. Gerhard Maier, der von Januar 1986 bis Dezember 1989 Vizepräsident war wurde auf der Jahreshauptversammlung 1990 zum Präsidenten gewählt. Er führte den Club bis zum Dezember 2001.

Skfr. Johannes Allgaier war von Januar 1986 bis Dezember 19872. Kassier. Danach wurde ihm das Amt des 1. Kassier bis Dezember 1991 übertragen. Im Anschluss begleitete er für zwei Jahre das Amt des 1. Spielleiters, ehe er im Januar 1994 zum Vizepräsidenten gewählt wurde (bis November 1998). Vom Januar 2000 bis Dezember 2001 war er nochmals 1. Spielleiter.

Skfr. Hans Burbitz war 1983 ein Jahr 2. Spielleiter. Von Januar 1990 bis Juli 1991, sowie von Jan. 2002 bis August 2002, begleitete er jeweils das Amt des 2. Spielleiters. Skfr. Gerd Weidemann hatte von Januar 1984 bis Dezember 1985 das Amt des Vizepräsidenten inne. Skfr. Branko Zivcic war vier Jahre lang, von Januar 1984 bis Dezember 1987 Spielausschussmitglied. Auch Skfr. Ulrich Bacher war von Januar 1984 bis Juli 1986 Spielausschussmitglied.

Leider sind uns weiter Überlieferungen von Mitgliedern, die in verantwortlicher Position standen, nicht mehr bekannt.

SKAT IST NICHT ALLES!

Vierzig Jahre Null-Hand heißt nicht nur vierzig Jahre Skat spielen. Auch die Geselligkeiten mit den Familienangehörigen kamen nicht zu kurz. Schon in früheren Jahren wurden immer wieder Ausflüge unternommen. Die Reiseziele waren sehr bunt gemischt. Ob im Schwarzwald (Oberharmersbach) oder im Bayrischen Wald, in Kirchberg (Tirol) oder in Monschau (Eifel), die teilnehmenden Mitglieder bzw. ihre Partner kamen immer auf ihre Kosten.

 

Ein Highlight bei den Ausflügen war der Besuch bei unseren Freunden in Meuselwitz. Dieser Ausflug fand 1991, also kurz nach der Wende statt. Für viele Teilnehmer war diese Reise das erste kennen lernen der ehemaligen DDR. Viele der gewonnenen Eindrücke blieben sicherlich bis heute haften.

 

Nicht nur Reisen oder Ausflüge wurden von Null-Hand organisiert. So fanden auch immer wieder Winterfeiern oder Weihnachtsfeiern mit tollem Programm statt. Sehr gut angekommen sind unsere Grillfeste im Sommer. Mit Kind und Kegel ging es ins Grüne. Reichliches Essen und eine große Getränkeauswahl haben stets zu einer ausgezeichneten Stimmung beigetragen.

 

In den letzten beiden Wintern besuchten wir jeweils eine Prunksitzung des Wimpfener Faschingsvereins, dort ist unser ehemaliger Präsident Gerhard Meier Sitzungspräsident. Auch dies war eine gelungene Sache, welche dem Vereinsleben von Null-Hand sehr gut getan hat.

 

Auch das Ausrichten der Unterländer Skatmeisterschaften war immer ein besonderes Ereignis. Denn wenn andere Skat spielten, mussten wir arbeiten. Doch jeder Helfer hatte seinen Spaß an der ihm zugeteilten Arbeit. Ob hinter der BAR oder an der KAFFEEMASCHINE, bei der TURNIERLEITUNG oder in der KÜCHE, als BEDIENUNG oder zum AUF- und ABBAU, alle standen ihren Mann/Frau und waren mit Freude dabei. Deshalb sei hier an dieser Stelle allen Helfern in der Geschichte der Unterländer Skatmeisterschaften nochmals ein „herzliches Dankeschön“ gesagt.

 

In diesem Jahr stehen jetzt die Feiern zu unserem 40jährigen Jubiläum im Vordergrund. Am 13.03.2004 findet im Clublokal der festliche Teil der Jubiläumsfeier statt. Mit unseren Mitgliedern, deren Partner und geladenen Gästen wollen wir den Abend mit einem gemischten Programm begehen.

 

Alle diese Aktivitäten prägten das Vereinsleben von Null-Hand-Heilbronn. Es gibt bei uns nicht nur Skat, sondern auch ein Vereinsleben darüber hinaus. Dies sollte man auch in der Zukunft nicht vergessen und weiter so beibehalten.

                                             Unsere verstorbenen Mitglieder

                                                          Beyrer, Roland

Costan, Georg

Frost, Walter

Gliszinski, Berthold

Haugut, Karl

Heinzel, Gerhard

Lohfink, Siegfried

Mogler, Marianne

Murrweis, Walter sen.

Offermann, Rudi

Pilic, Milo

Rommel, August

Tabler, Otto

Überschuss, Rudi

Ulbrich, Herbert

Zivcic, Branco

All unseren Toten möchten wir hier an dieser Stelle gedenken und allen für Ihren Anteil am Skatclub Null-Hand Heilbronn Dank sagen. Wir werden Ihnen immer ein ehrendes Andenken bewahren.