Kewel-Wertung

  

Die Kewel-Wertung basiert auf den durchschnittlichen Serienergebnissen, die im Laufe eines Monats bzw. eines Jahres von den Mitgliedern eines Skatvereines erspielt werden. Da bei der Durchschnittsberechnung die Anzahl gespielter Serien unberücksichtigt bleibt und mit zunehmender Anzahl gespielter Serien der Faktor Glück/Pech bei der Kartenverteilung sich immer weiter ausgleicht, muss es möglich sein, Spielergebnisse miteinander zu vergleichen, die sowohl mit vielen und als auch mit wenigen Serien erreicht wurden. Hierfür wird eine Bonus-/Malus-Grenze eingeführt, die die Anzahl gespielter Serien in den unteren Teil (Malus) und den oberhalb der Grenze liegenden Teil (Bonus) unterteilt. Der Berechnung der Bonus-/Malus-Werte liegt ein Logarithmus zu Grunde. Die durchschnittlichen Ergebnispunkte werden dadurch auf eine festgelegte Anzahl Serien „normiert“. In der Jahreswertung ist die Normierung auf 60 Serien festgelegt. Das bedeutet, dass derjenige, der genau 60 Serien gespielt hat, nach Kewel-Wertung auch seine Durchschnittspunktzahl erhält. Wer weniger Serien gespielt hat – und das sind zu Jahresbeginn naturgemäß alle – erfährt einen Abschlag und wer später mal mehr Jahresserien aufzuweisen hat, einen Zuschlag. Der Zuschlag, den man erhält ist von der 60sten zur 61sten Serie am größten. Jede weitere Serie bewirkt auch einen Zuschlag aber mit jeder weiteren Serie wird dieser Zuschlag geringer.
 
Die Kewel-Wertung für Jahresvergleiche ergibt sich aus folgender Formel:
 
  LOG10(10.000*#gespielteSerienImJahr)
KW-J = ØErgebnispunkteImJahr * ------------------------------------------------------
 
LOG10(10.000*60)
 

Bei der Monatswertung muss naturgemäß auf eine andere Anzahl Serien als Bonus-/Malus-Grenze zurückgegriffen werden. Hier haben wir die Grenze auf 8 Serien festgelegt.

Die Kewel-Wertung für Monatsvergleiche ergibt sich dann aus folgender Formel:

 
  LOG10(10.000*#gespielteSerienImMonat)
KW-M = ØErgebnispunkteImMonat * ---------------------------------------------------------
 
LOG10(10.000*8)
 
Noch ein Wort zur Basis: Sie ist eine Zehnerpotenz. Wir haben sie auf 4 resp. 10 hoch 4 = 10.000 festgelegt. Sie bestimmt, wie hoch der Bonus/Malus von einer Serie zur nächsten ausfällt. Wählt man hier 0 (10 hoch 0 = 1) hat man den größten Hub. Je größer man diese Potenz wählt, umso geringer fällt der Hub aus. Würde man eine unendlich große Basis wählen, wäre der Hub null und man hätte unabhängig von der individuellen Serienanzahl immer seine Durchschnittsergebnispunkte.