Erscheinungsbild eines Skatschiedsrichters
Ein Schiedsrichter sollte:
·sauber und ordentlich gekleidet sein
·ein normal gepflegtes Äußeres haben
·nicht alkoholisiert sein
Auftreten eines Skatschiedsrichters
Ein Schiedsrichter sollte:
·ruhig, gelassen, selbstsicher, souverän, neutral und unparteiisch sein
·sich nicht provozieren lassen
Verhalten eines Skatschiedsrichters bei einem Streitfall
Ein Schiedsrichter sollte:
·falls notwendig, zuerst die Gemüter der Beteiligten beruhigen
·sich den Streitfall immer nur von einem Spieler schildern lassen, anschließend die Richtigkeit von den anderen Spielern bestätigen, oder sich den Fall aus
Sicht der anderen Spieler darlegen lassen
·bei Befangenheit (Mitglied der eigenen Mannschaft bzw. Verein, Verbandsgruppe, guter Bekannter oder Freund) einen anderen Schiedsrichter um Entscheidung
bitten
·bei eigenen Bedenken für die richtige Entscheidung die Eintragung in die Spielliste für das reklamierte Spiel offen lassen, weiterspielen lassen und nach
kurzer Bedenkzeit (und evtl. Beratung mit einem anderen Schiedsrichter) eine Entscheidung treffen
·Entscheidungen freundlich aber bestimmt und nach der
ISkO begründet mitteilen
·die Beteiligten darüber informieren, daß sie das Recht eines Einspruchs
gegen die getroffene Entscheidung eines Einzelschiedsrichters bis zum Beginn der
nächsten Serie bzw. nach der letzten Serie der Veranstaltung bis 15 Minuten
nach Ende der Veranstaltung (Zeitlimit) beim Schiedsgericht wahrnehmen können.
Einspruch gegen die Entscheidung des Schiedsgerichts ist beim Internationalen Skatgericht möglich. Dieses entscheidet dann endgültig
·nach Bekanntgabe seiner Entscheidung sich nicht mehr auf weitere Diskussionen einlassen, sondern sich anschließend entfernen
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Ein Schiedsrichter entscheidet nur bei regeltechnischen
Streitfällen.
Disziplinarmaßnahmen, z.B. das Entfernen von Kiebitzen, der Ausschluß
von Spielern, die Nichtanerkennung von fehlerhaften Spiellisten, fallen in
die Zuständigkeit des Veranstalters bzw. der Spielleitung. |
Vorbildfunktion eines Schiedsrichter
Ein Schiedsrichter sollte:
·korrekt Reizen (keine Zwischenwerte)
·korrekt passen (sich klar und deutlich ausdrücken)
·eine eindeutige Spielansage abgeben (Karo -nicht Knaro-, Grand -nicht Grängelchen- usw.)
·den Spielablauf korrekt durchführen (keine Handbewegung, Kopfschütteln, Minenspiel usw.)
·bei
Streitfällen nicht die Karten offen auf den Tisch legen oder sogar durcheinanderwerfen
·die Karten des im Gang befindlichen Stiches unverändert
auf dem Tisch liegen lassen
·den Skat und die bereits eingezogenen Stiche in
unveränderter Reihenfolge sichern
·die verbleibenden Restkarten überprüfbar und für
andere Spieler nicht erkennbar bei den einzelnen Spielern belassen
·aufgetretene Fehler oder Meinungsverschiedenheiten ruhig und sachlich zuerst am Tisch - ohne Hinzuziehung eines Schiedsrichters versuchen zu klären.
Nebentische dürfen nicht gestört werden. Bei dem Klärungsversuch darf der Kartensitz nicht verraten und der weitere Spielablauf nicht beeinträchtigt werden
·bei Uneinigkeit einen Schiedsrichter rufen
·bei der Schilderung des Streitfalles
keine Namen nennen, sondern nur Vorhand, Mittelhand, Hinterhand oder Kartengeber, damit der Schiedsrichter völlig neutral in seiner Entscheidung ist
·jeden Versuch, den Schiedsrichter zu beeinflussen, unterlassen
·die (fehlerhafte) Entscheidung eines anderen Schiedsrichters nicht öffentlich kritisieren, sondern in einem persönlichen Gespräch mit diesem abklären (Die meisten Entscheidungen sehen aus der Sicht des Schiedsrichters anders aus, als sie nachher geschildert werden.)
·die „Soll“-Bestimmungen der Skatordnung für sich selbst als
verbindlich ansehen
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