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Rommé

Liebe Skatfreundinnen, liebe Skatfreunde, auch beim Rommé kann man im privaten Kreis weiter nach privaten Regeln spielen. Bei unseren Mitgliedern besteht aber der Bedarf dafür, Rommé als Nebenwettbewerb anzubieten. Wenn ein solches Angebot gemacht wird, müssen immer die gleichen Regeln herrschen. In diesem Jahr soll nun nach folgendem Konzept gespielt werden. Wenn sich dabei der eine oder andere Punkt nicht bewährt, werden wir Anpassungen vornehmen. Gut Blatt also auch für Rommé.               Heinz Jahnke

Spielregeln: (Kurzanleitung)                          Hier eine ausführliche Anleitung  
1. gespielt wird mit zwei Kartenspielen zu je 52 Blatt und drei Jokern. 
2. Das Romméspiel ist ein Kartenspiel für drei oder mehr Spieler. 
3. Die Spielerzahl am Tisch ist drei, der Geber spielt nicht mit. Gibt es nur Vierertische 
   
können auch alle Teilnehmer spielen.  
4. Die Reihenfolge der Mitspieler wird ausgelost oder gesetzt.
5. Kartengebung beginnt mit Platz 1, abheben ist Pflicht.
6. Der Geber verteilt beim linken Spieler beginnend, einzeln 13 Karten. Der Rest der Karten wird als Stapel mit der Rückseite nach oben abgelegt. Die oberste Karte des Reststapels wird erst aufgedeckt, wenn die Spieler die richtige Kartenzahl bestätigt haben. Die Karten sind sichtbar über der Tischkante zu halten. Auf Verlangen eines Mitspielers ist die Kartenzahl in der Hand anzugeben. Wird anschließend während des Spiels dennoch eine falsche Kartenzahl festgestellt, so ist diese durch Nichtziehen oder Nachziehen oder abwerfen zu korrigieren. In dieser Runde darf dieser Spieler nicht auslegen.
7. Die Karten haben nachstehenden Zählwert:
Joker 20 Augen, Ass 11 Augen, König, Dame, Bube, 10 je 10 Augen, alle übrigen Karten laut Nennwert
8. Wurden die Karten vergeben oder zahlenmäßig ungleich verteilt, ist vor Spielaufnahme nochmals
neu zu geben.
9. Hatte ein Mitspieler gegeben, der nicht an der Reihe war, ist selbst ein
beendetes Spiel – auch das letzte einer Runde – ungültig.
10. Ist eine falsche Geberfolge bereits in vorangegangenen Runden eingetreten
oder ist ihr Ursprung nicht mehr festzustellen, bleiben alle abgeschlossenen
Runden gültig. Die laufende Runde ist neu zu spielen.
11. Sind die Restkarten des verdeckten Stapels verbraucht und kein Spieler hat
Rommé gemacht, ist das Spiel beendet. Die in der Hand befindlichen Augen
werden angeschrieben.
12. Nimmt ein Spieler eine Karte vom offenen, sichtbaren Stapel und legt sie sofort wieder ab, ist der
nächste Spieler dran. Die Karte gilt als gezogen. Nimmt ein Spieler der nicht an der Reihe war, eine Karte
vom offenen oder verdeckten Stapel, so ist diese Karte wieder an die gleiche Stelle zurück zu legen.
13. Der an der Reihe befindliche Spieler darf seine Sätze oder Sequenzen /Folgen offen vor sich
auslegen, wenn diese mindestens 40 Augen zählen. Danach kann er sofort bei den Mitspielern anlegen oder
Joker tauschen.
14. Ausgelegte Sätze oder Sequenzen dürfen nicht mehr verändert werden, was liegt das liegt.
15. Erreicht ein Spieler beim Auslegen die 40 Augen nicht, ist die Karte wieder aufzunehmen, der
nächste Spieler ist an der Reihe.
16. Zu einem Satz oder einer Sequenz gehören mindestens 3 Karten, es können auch mehr angelegt werden. Ein Ass kann sowohl hinter dem König angelegt werden (Zählwert 11 Augen), als auch vor einer 2 (Zählwert 1Auge). Joker können jede Karte ersetzen und haben dann den Zählwert der ersetzten Karte. Joker dürfen nicht nebeneinander liegen und dürfen nicht in Überzahl sein.
17. Joker können erst erworben werden, wenn der Satz mit 4 Karten voll ist. Der erworbene Joker ist in der Spielrunde sofort wieder aus- oder anzulegen.
18. Jeder Spieler, der ausgelegt hat, darf weitere Sätze oder Sequenzen auslegen, auch wenn diese weniger als 40 Augen zählen. Auch kann er überall passende Karten oder Sätze und Sequenzen anlegen und Joker tauschen.
19. Sieger ist, wer als Erster alle seine Karten aus- oder angelegt und die letzte Karte auf dem offenen Stapel abgelegt hat. Joker dürfen nicht abgelegt werden,Ausnahme, wenn damit das Spiel beendet werden kann.
20. Hat der nächste Spieler nur noch eine Karte auf der Hand, darf er keine Karte vom offenen Stapel ziehen, die ihm die Möglichkeit gibt, das Spiel zu beenden.
21. Hand-Rommé erzielt der Spieler, der alle Karten auf einmal ablegen konnte.
22. Hat ein Spieler Rommé gemacht, sind alle Augen der übrigen Mitspieler wie unter 7. beziffert offen zu zählen. 
23. Wertungen:
Super – Rommé 15 Punkte
Hand – Rommé ohne vorheriges Auslegen der Mitspieler 12 Punkte
Hand – Rommé ohne Anlegen bei Mitspielern 10 Punkte
Hand – Rommé mit Anlegen bei Mitspielern 8 Punkte
Rommé 5 Punkte
Augensummen bis 10 Augen – 3 Punkte
Augensumme 11 bis 30 Augen – 2 Punkte
Augensumme ab 31 Augen bei eröffnetem Spiel – 1 Punkt
Augensumme bis 100 Augen bei nicht eröffnetem Spiel – 0 Punkte
Augensumme über 100 Augen bei nicht eröffnetem Spiel– minus 1 Punkt
Nach Abschluss der gespielten Liste werden die Minuswertungspunkte von den Pluswertungspunkten abgezogen. Danach sind die Wertungspunkte mit 10 zu multiplizieren. Von diesem Ergebnis werden die addierten Augenpunkte abgezogen. Die verbleibende Punktzahl ist das Endergebnis. Es sind auch Minusergebnisse möglich und zu werten.
24. Alle beteiligten Spieler sind für die Listenführung verantwortlich. Nach Abschluss sind die Listen von allen Mitspielern zu unterschreiben. Ohne Unterschrift ist das Ergebnis ungültig.
25. Schlussbemerkung
Alle Teilnehmer haben sich in jeder Situation fair, sachlich und sportlich zu verhalten und kein fadenscheiniges Recht zu suchen.
Dieses Rommé-Regelwerk in Kurzform wurde durch das Präsidium des DSkV am 12.09.2006 beschlossen.
Geändert durch Präsidiumsbeschluss vom 07. 11. 2008

Deutscher Skatverband e.V.

Das Präsidium