|
Liebe Skatfreundinnen, liebe Skatfreunde,
die Entwicklungen im Jugendskat haben in den letzten Wochen eine sprunghafte und für alle beteiligten Funktionäre eine ungeahnte Entwicklung genommen. Erst nach reiflicher Überlegung und intensiver Abwägung der Prioritäten zwischen Beruf, Vereinsskat, der Tätigkeit als Jugendreferent des LV 1 und der Familie habe ich mich entschlossen dem Ruf von Peter Tripmaker den Posten des Verbands-Jugendleiters kommissarisch anzunehmen, zu folgen.
Bei den Überlegungen spielte für mich eine wichtige Rolle, ob ich dem Jugendskat im DSkV etwas geben kann. Hierbei ist es wichtig die entscheidenden Faktoren, wo steht der Jugendskat heute und was kann ich tun, zu bewerten. Seit Oktober 2007 habe ich in unregelmäßigem, aber intensiven Kontakt mit dem Präsidenten des DSKV gestanden und ich bin bei diesen Gesprächen zu der Erkenntnis gekommen, dass sich das Präsidium des DSkV der prekären Lage hinsichtlich der Mitgliederzahlen und der sich daraus ergebenden Konsequenzen voll bewusst ist.
Wo der der Jugendskat heute?
Diese Frage ist schnell zu beantworten. Der DSkV hat etwa 1.200 Schüler, Jugendliche und Junioren in seinen Reihen. An der DSJM in Oberbernhards nahmen 230 Jungen und Mädchen mit großer Begeisterung teil. Es war interessant zu beobachten, mit welchem Eifer die Teilnehmer und Betreuer die Ergebnisse verfolgten. Keiner soll behaupten Skat sei „uncool“. Leider beschränkt sich nach meiner Einschätzung die Anzahl der „Seniorspieler“, die bereit sind mit Schülern zu arbeiten auf zu wenige, woraus sich ein Ansatzpunkt für die kommende Arbeit ergibt. Bei vielen wird die Jugendarbeit als notwendig angesehen, solange sie andere machen.
Was kann ich tun?
Vor weinigen Tagen hat Peter Tripmaker von mir den ersten Abschnitt eines Jugendkonzeptes 2010 bekommen. Dort sind Ansätze und erste Ziele formuliert, welche die Jugendarbeit für den DSkV und die Landesverbände in den kommenden Monaten und Jahren extrem voranbringen können.
Zur nächsten DSJM in Altenburg, wird es ein neues Konzept für die Anfängergruppe (Bambinis) geben. Die Größe dieser Gruppe ist in den letzten Jahren beeindruckend gewachsen. Ich werde versuchen durch Werbemaßnahmen nicht nur die Anzahl der Teilnehmer zu erhöhen, sondern auch die DSJM für Sponsoren und Medien interessanter zu machen.
Die Arbeit in den Landesverbänden muss intensiviert werden. Nach meiner Erfahrung kann Jugend für unseren Sport begeistert werden. Gefragt sind hier alle, die Interesse an der Arbeit mit Jugendlichen haben und den Einheitsskat am Leben erhalten wollen. Ich werde dazu ein Konzept für die Jugendreferenten in den Landesverbänden ausarbeiten und dort auch vorstellen.
Vielleicht schon im kommenden Jahr wird es eine Vereins-Juniorenliga geben. Vorbild ist die Organisation der Bundesligen im DSkV. Dazu werden wir die Landesverbände auffordern die 16 in der Jugendarbeit aktivsten Vereine zu melden. Gespielt wird dann an 3 Terminen im Jahr, jeweils 6 Serien. Startberechtigt sind alle Junioren zwischen 17 und 20 Jahren. Details werden zurzeit zusammen mit Peter Reuter ausgearbeitet.
Das Konzept „Skat in die Schulen“ sollte in allen Bundesländern eingeführt werden. Erfolge in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern), Braunschweig, Nürnberg und Berlin machen es eindrucksvoll vor. Der DSkV wird hier für alle Interessenten Infomaterial zusammenstellen.
Dies alles kann nur gelingen, wenn jeder Skatspieler sich auch der eigenen Verantwortung bewusst ist und bereit ist Wissen und Können im Skatspiel an jüngere weiterzugeben.
Jedes Mitglied des DSkV sollte sich nicht fragen: „Was tut denn mein Verband, der DSkV, für mich, sondern, was kann ich für meinen Verband, den DSkV, tun?“
Helmut Forth kommisarischer Jugendleiter 12. Juni 2008 |