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Als es im vergangenen Jahr publik wurde, dass der 24. Deutsche Damenpokal in unserer Stadt Halle, im Maritim-Hotel, stattfinden soll, freuten wir Hallenser Damen uns auf dieses Heimspiel.Bis dahin war noch viel zu tun, doch wussten wir auch, auf unseren Präsidenten und seinen Sekretär Harald Meinicke ist Verlass, sie würden das „Kind schon schaukeln“. So war es dann auch, ob es um die Unterbringung der Skatfreundinnen ging oder um das Einkaufen der gewünschten Sachwerte als auch um das Standartsouvenir des Damenpokals – die Tasse – alles wurde gut vorbereitet, so dass die Skatfreundinnen nur noch kommen mußten, um zu spielen.
Die ersten Damen reisten schon am Freitag an, um auch noch etwas von unserer altehrwürdigen Stadt kennen zu lernen, sehr viele kamen dann am Sonnabend, einige auch deshalb, um am Vorturnier teilzunehmen, zu dem der Stadtvorstand der CDU den ersten Preis von 300,- € spendete.
Am Vorabend um 18.30 begann pünktlich dieses offene Vorturnier im großen Saal des Maritim-Hotels, in dem 1998 der 27. Deutsche Skatkongreß stattgefunden hatte. 190 Skatspielerinnen und Skatspieler hatten sich eingefunden. Leider errang ein Mann, Torsten Kirchhoff, mit 3423 Punkten den 1. Platz, aber bereits den zweiten erkämpfte sich die Skatfreundin Karin Kratz, Hessen mit 3362 Punkten und damit eine Siegprämie von 200,- €. Erfreulich war auch, dass unter den ersten zehn Teilnehmern fünf Damen waren.Ich fand es auch sehr gut, dass noch weitere 38 Spielerinnen und Spieler einen Geldpreis erhielten.
Einen Tag später war es soweit, allmählich füllte sich der Saal, in dem das Schalmeienorchester der freiwilligen Feuerwehr von Alsleben uns als erwartungsfreudige Gäste empfing. Pünktlich 9 Uhr eröffnete Siegrid van Elsbergen das Turnier und unter Trommelwirbel marschierten die Damenreferentinnen mit ihren Landesfahnen in den Saal und auf die Bühne.
Siegrid dankte allen recht herzlich für ihr Kommen. Dann übergab sie das Wort an die Schirmherrin des Turniers, Frau Bürgermeisterin Dagmar Szabados. In ihrer Rede stellte sie uns Halle nochmals vor und entschuldigte sich dafür, nicht mitzuspielen, da sie aus Zeitmangel zu wenig Gelegenheit habe, Skat zu spielen. Anschließend überreichte sie jeder Damenreferentin einen Zinnbecher, auf dem das Landeswappen von Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle mit ihrem Wahrzeichen, die fünf Türme, eingraviert waren. Den Schluss der Redner bildeten der Vizepräsident Rainer Schaub und unser Landespräsident Fritz Kunz, der darauf verwies, dass das Maritim-Hotel an historischer Stätte gebaut wurde. Bereits 1899 wurde im Wintergarten, der an gleicher Stelle stand und 1945 dem Bombenhagel zum Opfer fiel, unser Deutscher Skatverband gegründet.
Nachdem das Schalmeienorchester das Deutschlandlied intoniert hatte, konnte mit der ersten Serie begonnen werden. Durch das neue Setzsystem gab es kaum Umsetzungen, so dass die erste Serie begann. Mir gefiel besonders, dass Raucher und Nichtraucher getrennt saßen.
Noch etwas anderes war einzigartig, denn Manuela Meinicke und Regina Gottschlich hatten nicht nur sehr gut eingekauft, sondern die Sachpreise so herrlich auf der Bühne aufgebaut, dass der Tisch eine echte Augenweide war.
Zwar waren die Preise für Getränke deutlich niedriger als auf den offiziellen Karten, dennoch war es nicht gerade ein billiges Wochenende für uns Frauen und wenn es irgendwo klemmte, war Fritz meistens zur Stelle und klärte die Situation. Einen Missklang gab es! Das Preis-Leistungsverhältnis beim Mittagessen ließ trotz Nachbesserung sehr zu wünschen übrig. Wie ich dann von Fritz erfahren habe, hat sich am Dienstag darauf die Leitung des Hotels dafür entschuldigt.
Doch diese Misshelligkeit entmutigte uns nicht, in guter Atmosphäre um Punkte und Sieg zu ringen. Einige fragten nach den Zwischenergebnissen, doch wie mir bekannt wurde, hatte Siegrid darum gebeten, sie nicht zu veröffentlichen, um die Spannung zu erhöhen. Während der dritten Serie bekamen wir jeder die Tasse und als besondere Überraschung befanden sich für jede Dame einige Hallorenpralinen darin.
Leider verzögerte sich die Ergebnisveröffentlichung dadurch, dass die letzten Listen sehr zögerlich abgegeben wurden, denn Harald prüfte alle Listen sehr genau. Nach einer reichlichen halben Stunde Verzögerung, in der die große Mehrzahl der Damen gemeinsam mit der Schirmherrin geduldig wartete, war es soweit. Siegrid, Rainer und Fritz kamen und begannen gemeinsam mit Bürgermeisterin Szabados die Auszeichnung der Gewinner.
Herzlichen Glückwunsch an Gabi Döpelheuer, Siegerin des Turniers, die neben dem Wanderpokal einen Kristallpokal, gespendet von der Sparkasse Halle und dazu vom Maritim-Hotel einen Gutschein für zwei Übernachtungen im Maritim-Hotel in Magdeburg erhielt. Ich wünsche ihr für die dort stattfindenden Deutschen Einzelmeisterschaften gleichfalls gute Karten.
Auch im Ländervergleich hatten die Berliner und Brandenburger Mädels deutlich vor Sachsen und Nordrhein-Westfalen die Nase vorn. Wir Skatfreundinnen aus Sachsen-Anhalt gratulieren allen Gewinnern und Platzierten recht herzlich. Auch wenn keine von uns ganz vorn landete, so galt für uns der Wahlspruch unseres Sportskatverbandes „Dabei sein ist alles“. Unter diesem Motto werden wir sicherlich mit einer Delegation auch zu dem 25. Damenpokal im nächsten Jahr fahren, darauf freue ich mich heute schon.
Seitenlayout: Jürgen Schmidt
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